F.A.U.S.T. reloaded - Nasca Theaterprojekt - Maria Reiche und die Nascalinien - Ich bin keine Dame - ich bin ein alter Stock Ich bin keine Dame... Team Termine Startseite Kontakt F.A.U.S.T. reloaded espagnol - die Titelseite in spanischer Sprache
Fragen an das Leben zweier ungewöhnlicher Frauen, gespielt von Nicola Klaiber und Magda Agudelo

Das Theaterstück

Unter dem Arbeitstitel "Jenseits von – más allá de Nasca" planen und erarbeiten Nicola Klaiber und Magda Agudelo seit März 2018 ein Nachfolgeprojekt des biographischen Theatermonologs „Ich bin keine Dame, ich bin ein alter Stock“, jetzt ein szenischer Dialog zweier höchst unterschiedlicher Frauen: Maria Reiche geht 1932 von Dresden nach Peru und findet dort ihre Lebensaufgabe – Esparta geht durch die Begegnung mit Maria 1972 von Peru nach Deutschland und findet hier ihr Leben. Ab Juli entwickeln und proben wir das Theaterstück.

Maria Reiche, 1903 in Dresden geboren, bricht im Anschluss an ihr Studium 1932 in die Welt auf. In Nasca, Peru, findet sie 1941 schließlich ihre Lebensaufgabe, dort widmet sie sich der Vermessung, Erforschung und dem Schutz der mehr als 2000 Jahre alten riesigen Linien und Figuren. Durch ihre Arbeit werden diese 1994 zum Weltkulturerbe.



Diese Frau, die es allein mit der patriarchalen peruanischen Verwaltung aufnahm, nach vielen Kämpfen als bislang einzige Frau zur Ehrenbürgerin des südamerikanischen Landes ernannt wurde und 1998 ein Staatsbegräbnis erhielt, kann mit Recht als außergewöhnliche Frau bezeichnet werden. Stellvertretend für die vielen großartigen Frauen in Maria Reiches Leben taucht Esparta auf, peruanische Sängerin, 1951 in Pucallpa, Peru geboren. Ihr Lebensweg kreuzt sich in jungen Jahren mit dem von Maria Reiche, die sie als Ziehtochter sieht, ihr außergewöhnliches musikalisches Talent entdeckt und sie zur Operngesangsausbildung nach Deutschland schickt.

Während Maria immer mehr in der Wüste von Nasca aufgeht, macht sich Esparta aus dem Amazonasurwald auf zur Gesangsausbildung nach Deutschland. Beide machen sich das zunächst Fremde zu Eigen, beide gewinnen durch den Aufbruch in die Fremde ein ganz neues Leben. Nach Motiven aus den realen Lebensgeschichten und eigenen Phantasien dazu, erzählen und spielen wir Geschichten von Begegnungen zwischen Linien im Sand, von Schatten und Träumen, Einsamkeit und Licht.




Die beiden Leben bilden das Material zu den Fragen, die sich uns allen stellen: wer sind wir - was bestimmt unser Leben - was bestimmen wir - was bedeutet Migration und Assimilation - was verbindet uns - was trennt uns - was ist unsere ‚Bestimmung’? Projektionen der berühmten Geoglyphen von Nasca, Fotos, Briefe und Musik nehmen den Zuschauer auf die Reise mit.


Wir haben für Ende Oktober seitens des nur alle 10 Jahre stattfindenden Theaterfestivals in Ayacucho, Peru eine Einladung erhalten mit dieser neuen Produktion, die sich neben Maria Reiche mehr der Figur der Esparta zuwendet. Anlässlich des 20. Todestages von Maria Reiche planen wir zudem in Nasca selbst zu spielen. Es wird eine Version in Deutsch und eine in Spanisch geben. Wir wollen damit ihre Geschichte wieder zurückbringen nach Peru, wo sie und ihre großen Verdienste um die Erhaltung der Nasca-Linien langsam in Vergessenheit geraten und wir wollen dazu beitragen, sie auch hier in ihrer deutschen Heimat bekannter zu machen. Schließlich ist diese Arbeit ebenso wie das fünfte Ayacucho-Festival auch eine Hommage an Mario Delgado (* 1947 Callao, † 2016, Lima, Peru), Gründer und Leiter der Theatergruppe „Cuatrotablas“, der wichtigen Einfluss im Leben Nicolas hatte. Nicola war 1978 Mitorganisatorin des ersten dieser Workshop-Theaterfestivals.

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Nicola Klaiber: 0176 20136658 | nklaiber@gmx.de

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